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Schwere Entscheidung - HOMESTORY 2017

HOMESTORY 2017 - ES IST ENTSCHIEDEN

Es ist wirklich keine einfache Entscheidung gewesen, wen ich nun zur Homestory 2017 begleiten werde. Es erreichten mich wirklich einige schöne Geschichten. Über das, wie Ihr zur Familie wurdet und was Eure Familien ausmacht. 

Ich wollte mich für eine Familie entscheiden, die wirklich viel Leben an einem Sonntag zu bieten hat. Und ich habe sie gefunden und freue mich schon sehr auf das Shooting und das Ergebnis. 

Außerdem bekam ich eine sehr rührende und mich nachhaltig betroffene Geschichte eines kleinen Jungen, der gerade auf der Welt, schon so viel mitmachen musste. Wirklich sehr gerne hätte ich die komplette Homestory dieser Familie gewidmet. Trotzdem habe ich mich dazu entschlossen, diese Familie dennoch mit einer kürzeren Familienreportage auch zu begleiten und der Familie schöne Erinnerungen mit auf den Weg zu geben. Im Moment liegt der kleine Milo noch in der Klinik, weil er kurzfristig operiert werden musste. Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass du schnell nach Hause darfst und wir uns dann kennen lernen werden. =)

Hier kommen nun die beiden Geschichten, die das Rennen gemacht haben. Ich sage mal "Herzlichen Glückwunsch" und bedanke mich bei allen, die mitgemacht und mitgefiebert haben. Ich heiße Euch wirklich sehr gerne zu einem persönlichen Shooting mit mir willkommen. Wäre schön, wenn ich Euch trotzdem fotografieren darf. ;)

Wir sind die 5 Schimmis! ( die etwas andere Familie 😀 )
Zuerst möchte ich unsere leicht verrückte Familie kurz vorstellen. Da wäre unser Familienoberhaupt Daniel  ( Papa und dickköpfiges Einzelkind ) , Yara  ( große Schwester und Ersatzmutti wenn ich gerade nicht in der Nähe bin ) die Zwillinge Ben ( supersüßes sensibelchen) und Marla ( dominante Terrorzicke ) und zu guter letzt gibt es noch mich , Lisa  ( Mama, Ehe- und Hausfrau, Reinigungskraft, Erzieherin, Taxifahrerin usw.)
 Bevor ich es vergesse, meine Schwester Eva und ihr Lebensgefährte Jürgen leben auch mit uns im Haus.
Daniel und ich kennen uns schon seit der Grundschulzeit. Nie hatten wir uns füreinander interessiert, geschweige denn den selben Freundeskreis. 
Als ich mich 2009 von dem Vater von Yara getrennt hatte, zog ich mit ihr in eine WG. Durch meine Mitbewohnerin lernte ich Daniel persönlich kennen und lieben. Er akzeptierte Yara sofort und Sie ihn.
Nach langen Gesprächen war klar, Kinder wollten wir keine. Doch diese Rechnung hatten wir ohne die Zwillinge gemacht, denn die beiden hatten sich schon zur Untermiete in meiner Gebährmutter eingenistet. Wir nahmen die Herausforderung an 😂
Unsere Wochenenden sind mindestens genauso chaotisch wie wir, wir Frühstücken wenn wir hungrig sind. Wir entscheiden meist ganz spontan was und worauf wir Lust haben. Manchmal passiert es auch dass wir den ganzen Tag im Schlafanzug verbringen und es uns einfach pups egal ist.Wir vergeuden unsere gemeinsame Zeit nicht um den Hausputz zu erledigen sondern nutzen Sie um gemeinsam Spaß zu haben.
Zusammen sind wir ein lauter, chaotischer Haufen und nicht's läuft nach Plan. Wenn es aber darauf ankommt, halten wir zusammen wie Pech und Schwefel 👧👦👫👩
Liebe Kirsten! 
Wir sind perfekt für deine Homestory da wir alles andere als langweilig sind 
💚💛💜
Herzliche Grüße 
Lisa Schimmack 

 

Hallo Kirsten,
meine Schwester beobachtet schon länger deine Seite und hat mich auf dein Gewinnspiel aufmerksam gemacht. 
Wir sind eine kleine Familie. Bestehend aus meinem Mann Christian, mir und unserem kleinen ganz besonderen Geschenk. 
Unser Sohn Milo ist mittlerweile 13 Wochen alt. Leider hat er  bisher viel Zeit seines so kurzen Lebens im Krankenhaus verbracht.
Du willst also unsere Geschichte hören, dann fange ich mal an:
Die Schwangerschaft verlief komplett Problemlos und keine Untersuchung zeigte auch nur die kleinste Auffälligkeit. 
Allerdings wollte der kleine gegen Ende der Schwangerschaft einfach nicht mehr aus seiner Sitzposition heraus. Er fand es so einfach bequemer. Wir stellten uns also auf eine Sectio wegen Beckenendlage ein. Leider musste dann aufgrund meiner Gerinnungsstörung auch noch eine Vollnarkose gemacht werden. 
Die ersten 3 Tage genossen wir und lernten mit freuden den neuen Erdenbürger kennen. 
"Nicht erschrecken. Ich weis das ist wirklich nicht das was man nachts um halb 2 hören will aber wir haben festgestellt, dass die Sauerstoffversorgung ihres Babys nicht optimal ist und haben ihn in einen Inkubator gelegt. Er wird jetzt nach Kaiserslautern verlegt" Ja sowas will man wirklich nicht hören. Ob das morgens, mittags oder abends ist. 
Gesunde Menschen haben eine Sauerstoffsättigung zwischen 95-100%. Milo hat lediglich 85%.
Die Notärztin stellt fest das ein schweres Herzgeräusch zu hören ist. Leider kann ich nicht mit verlegt werden und muss mich am 3. Tag nach einem Kaiserschnitt selbst aus dem Krankenhaus entlassen.
Milo verbringt die ersten Wochen seines Lebens auf der Intensivstation der Kinderkardiologie in Kaiserslautern. Ärzte kommen und gehen, jeder will Tests machen und Ultraschalluntersuchungen. 
Als Diagnose nennt man uns schlieslich:
Double Inlet left Ventricle, Vorhofseptumdefekt, Ventrikelseptumdefekt, Pulmonalstenose
Hört sich furchtbar an, ist es auch... 😊
Die Erklärung für Laien lautet: Milos Herzkammern sind vertauscht. Beide Vorhöfe münden in die untere linke Herzkammer (anatomisch rechte Herzkammer). Das ist aber die Herzkammer in der Hochdruck herrscht. Also wird Milos Lunge mit viel zu viel Druck versorgt. Vorerst denken die Ärzte aber das die Verengung der Lungenarterie dieses eine Problem von selbst löst.
Und dann dürfen wir ganz plötzlich mit Milo nach Hause. Obwohl noch nichts wirkliches gemacht wurde. Wir sollen einfach darauf achten das er gut isst und zunimmt. Wenn er blau wirst oder schlechter Luft bekommt sollen wir wieder kommen.
Wir gehen also jede Woche zur Kontrolle ins Krankenhaus und behalten den kleinen tapferen Mann im Auge. Eine Operation ist noch zu riskant. Unser kleiner Engel soll erst wachsen und größer werden. Er war bei der Geburt nur 46cm groß und wog nur 2910gr. Für eine OP soll er mindestens 6 Kg wiegen. 
Nach einer Herzkatheteruntersuchung stellen die Ärzte fest, dass die Pulmonalstenose nicht ausreicht und die Lunge jetzt schon zu viel Druck ausgesetzt ist. Milo muss also eine zusätzliche OP überstehen. Die Lunge wird durch eine künstliche Verengung der Arterie vor einer Überflutung geschützt. Bei einer solchen würde er nämlich einfach ersticken.
Jetzt warten wir auf einen Termin für diese OP.
Danach, wenn er kräftig genug ist, soll noch eine weitere Folgen in der die Lungenarterie vom Herzen abgeklemmt werden soll. Die Lunge wird dann nur noch vom normalen Blutfluss des Körpers versorgt. Milo wird also immer irgendwie eingeschränkt sein. Mit anderen Kindern toben und rennen wird er wohl nicht können.
Trotz allem ist er super tapfer und meistert alle ihm gestellten Aufgaben bis jetzt mit Pravour.
Das ist also unsere Geschichte und das sind wir.  Viel mehr gibt es über uns momentan nicht zu erzählen denn alles andere rückt in den Hintergrund. 
Ein Samstag oder Sonntag sieht bei uns demnach so aus, das wir unseren kleinen Scheisser so gut es geht verwöhnen. Wenn es das Wetter zulässt gehen wir mit Milo spazieren, ansonsten beobachte ich den kleinen Mann von morgens bis abends und achte auf seine Atmung. Atmet er schwerer, wird er blauer, strengt ihn etwas zu sehr an, isst er weniger als sonst, ist er schwitzig? 
Ich denke wir sollten die Familie sein die du begleitest damit wir sagen können, siehst du Milo das war ein verdammt schöner Tag und das alles hast du so wunderbar gemeistert. 
Im Anhang habe ich dir Bilder von meinem Mann, mir und dem kleinen Kämpfer angehängt.
Vielen Dank das du so etwas für eine Familie möglich machst.
Liebe Grüße
Anna, Christian und der kleine Kämpfer Milo

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